Interview zum Playboy

Fiona Erdmann über Heidi Klum, warum sie gern ein Chamäleon wäre — und es ihr egal ist, wie sie beim Sex aussieht

Playboy: Es ist jetzt ein Jahr her, dass Sie bei „Germany’s Next Topmodel” groß rausgekommen sind. Was hat sich seither in Ihrem Leben verändert?
Erdmann: Ich nehme mir viel mehr Zeit für mich, wenn ich mal Zeit habe. Ich ernähre mich gesünder. Früher waren nur 5-Minuten-Terrine, Ravioli und Pizza auf dem Speiseplan. Jetzt müssen auch ab und zu mal Vitamine her.

Playboy: Von einer Teilnehmerin der aktuellen Staffel sind Aktfotos aufgetaucht. Was wird Heidi Klum wohl zu Ihren Playboy-Aufnahmen sagen?
Erdmann: Vielleicht: „Scheiße, die ist heißer als ich”? Nein, sie wird das gut finden. Sie fand es immer gut, dass ich bin, wie ich bin. Und dass ich meinen Weg gehe.

Playboy: Wenn Sie ein Tier wären, dann wären Sie ...
Erdmann: ein Chamäleon!

Playboy: Kein besonders schönes Tier ...
Erdmann: . . . aber eines mit Qualitäten. Es passt sich seiner Umgebung an. Ich bin ein Mensch, der viele Seiten hat. Wenn ich zum Opernball gehe, kann ich die brave Lady sein. Wenn ich in einem Club bin, der Totalfreak. Ich möchte nicht einfach nur schön sein, das ist langweilig.

Playboy: Haben es schöne Menschen leichter im Leben?
Erdmann: Ja, auf jeden Fall. Aber wenn ich merke, dass man Vorteile hat, nur weil man hübscher ist, finde ich das schon ganz schön hässlich.

Playboy: Werden schöne Menschen unterschätzt?
Erdmann: Ich werde schon manchmal unterschätzt. Die Leute denken: Model, die muss ja nichts in der Birne haben. Aber ich leite immerhin meine kleine Ich-AG.

Playboy: Werden hübsche Frauen seltener angesprochen?
Erdmann: Ja, Männer haben Angst vor ihnen. Ich kenne viele wunderhübsche Mädchen, die zu mir sagen: „Ich finde keinen Mann.” Die trauen sich einfach nicht, mich anzusprechen. Für Single-Mädchen ist das ein echtes Problem.

Playboy: Und wenn die Frau mal den Mann aussucht?
Erdmann: Ich bin dafür, dass Frauen auch Männer ansprechen. Da muss man flexibel sein.

Playboy: Verdirbt Schönheit den Charakter?
Erdmann: Vielleicht. Man denkt: „Ich kann es mir leisten, pampig zu sein. Wenn ich mit den Augen klimpere, wird’s schon gehen.”

Playboy: Sind Schönheitsoperationen für Sie eher Segen oder Fluch?
Erdmann: Ich habe kleine Brüste und habe mir auch schon oft Gedanken gemacht, ob man das nicht ändern sollte. Ich habe nur Angst, dass ich mich dann in meinem eigenen Körper unwohl fühlen würde.

Playboy: Wofür dürfte sich ein Mann unters Messer legen?
Erdmann: Ein Mann sollte ein Mann bleiben. Wie gerade aus dem Urwald gekommen. Da muss alles echt sein.

Playboy: Viele Männer glauben, hübsche Frauen sind schlecht im Bett, weil sie auch beim Sex gut aussehen wollen.
Erdmann: Quatsch! Wenn ich Sex habe, dann ist es mir doch scheißegal, wie ich aussehe, Hauptsache, ich habe meinen Spaß. Ich glaube, dass hübsche Mädchen sogar besser im Bett sind, weil sie wissen, wie sie ihren Körper einzusetzen haben. Gerade Models wissen, dass man nicht nur rumliegt und wie man sich in Szene bringen sollte.

Quelle: playboy.de

17.4.08 22:51
 


Gratis bloggen bei
myblog.de